Prothetik Symposium im November 2016

„Prothetik im Wandel - Der Patient bleibt im Mittelpunkt“

 

Erneut fand in Berlin das Symposium statt, das die abnehmbare Versorgung zum Thema hat. Mit zehn Schülerinnen und Schülern besuchten Martina Kautz und Friederike Eberhard diese Wochenendveranstaltung, die Fachvorträge mit persönlicher Kontaktpflege verknüpft. Neben dieser kleinen Gruppe des OSZ Körperpflege besuchten auch viele aktuelle und ehemalige Auszubildende mit ihrem Labor die alljährliche Fortbildung.

Im Folgenden berichtet eine Schülerin von ihren Erfahrungen. Vielen Dank für diesen tollen Beitrag.

 

Berlin, den 10.12.2016       Naila Schmidt       4. Lehrjahr       OSZ Körperpflege Berlin

 

20-jähriges Jubiläum des Prothetik Symposiums - und noch immer bleibt der Patient im Mittelpunkt. Mit diesem Leitmotiv begrüßten Merz Dental und der Quintessenz Verlag auch dieses Jahr ihre Teilnehmer/innen und Referenten/innen, darunter vor allem Zahnmediziner/innen und Zahntechniker/innen.

Neben spannenden Vorträgen und gutem Essen wurden dieses Jahr zwei Jahrzehnte herausnehmbarer Zahnersatz beleuchtet, ganz im Sinne „Prothetik im Wandel - der Patient bleibt im Mittelpunkt“. Innovative Ansätze gegen herkömmliche Verfahren: So wurden nicht nur wieder die digitale und analoge Fertigung gegenüber gestellt, sondern auch insbesondere, welche Möglichkeiten sich mittlerweile für den Patienten ergeben.

Sobald ein Patient Zahnersatz benötigt, darf der Zahnarzt nicht nur mit Fachkompetenz glänzen, sondern muss noch viel mehr über eine gewisse Sozialkompetenz verfügen. Denn was nützt der schönste Zahnersatz, ob nun herausnehmbar oder festsitzend, wenn in jeder Hinsicht Beschwerden auftreten? Sei es, dass der Patient einfach keine Prothese tragen will oder die Prothese hier und da nicht sitzt. Jeder hat schon von einem solchen Fall gehört.

2016 war daher Augenmerk des Symposiums, mit welchen Mitteln und Möglichkeiten sich zukünftig Arbeitsprozesse für Zahnarzt/innen und Zahntechniker/innen vereinfachen lassen und somit ein optimales Ergebnis und die Zufriedenheit aller Beteiligten garantiert werden kann.

Dass die Prothetik sich verändert, ist mittlerweile keinem mehr fremd. Dies bezieht sich nicht nur auf den Wandel der Umsetzung durch digitale und analoge Aspekte.

Von der Diagnostik über die Therapien, letztlich auch zur Fertigung von implantat-getragenen Prothesen in Verbindung mit verschiedenen Verankerungselementen, Prothesenbasen auf Teleskopen etc. Die Liste wird immer länger und dennoch versucht man sich mit dem Bedürfnis des Patienten auseinander zu setzen, um genau die genannten Schwierigkeiten zu umgehen.

Durch die gut aufgebauten Vorträge der Redner/innen wurden einige der Veränderungen, aber auch Probleme der Handhabung erläuternd aufgezeigt, sodass den Teilnehmern des Symposiums eine tolle fachliche Plattform für den Austausch über prothetische Zukunft, aber auch den Rückblick auf das Vergangene und den damit verbunden Vergleich, geboten wurde. Sehr nach dem Motto: „Nur weil es neu ist, ist es nicht besser“.

Was fachlich doch sehr anspruchsvoll scheint, ist aber keineswegs unverständlich. Auch wenn man kein erfahrene/r Techniker/in ist, kommt man auf seine Kosten. Die Vorträge umfassen neben tollen Themen auch einen großen Einblick in die technischen und praktischen Möglichkeiten der Dental-Technik. Besonders ansprechend und anschaulich sind Patientenfälle gestaltet. Man sieht so den detaillierten Wandel von Zahnlosigkeit zu einem tollen neuen Lächeln, bedeutend hier, die verschiedenen Methoden und angewandten Optionen, wie Stege auf Implantaten oder eben eine festsitzende Brücke. Große Restaurationen, die auch nicht alltäglich sind, werden durch eine vorbildliche Zusammenarbeit zwischen Zahnarzt/in und Zahntechniker/in gestaltet.